Nach NEUN Wochen Stopp: Arbeit geht endlich weiter

Nach neun Wochen  Wartezeit geht heute, am 1. Oktober 2012 mit der Entfernung der stark befallenen Teile der Sakristeidecke  endlich die Schwammbeseitigung  weiter.

Erst danach kann das Sakristeidach gedeckt werden.

Also hat die UDB es doch geschafft, unsere Kirche erfolgreich ein weiteres Jahr zu blockieren, trotz Presse, trotz Treffen am 30. Mai, trotz Zugeständnissen der Fledermausschützer…

Am 25. Juli 2012 war das Sakristeidach  abgedeckt worden und wie zu erwarten, wurde der Schwammbefall in der Decke festgestellt.

Danach dauerte es bis heute: Geschlagene weitere neun Wochen lang ruhten die Arbeiten seitdem, nach unseren Informationen, weil keine Freigabe durch Frau Dr. Aehlich von der UDB Potsdam-Mittelmark vorlag.

Nichts war es also mit der nach dem 30. Mai von Herrn Dr. Koch vom Kultusministerium versprochenen „Mitwirkung aller Beteiligten“ um die „geplanten Sanierungsmaßnahmen zügig voran“zutreiben .
In einem bemerkenswerten Schreiben von dem Abteilungsleiter Kultur im Ministerium
schreibt dieser -doch wohl nicht zynisch?- unter Bezug auf eine angebliche Stellungnahme des BDLAM: „Eine Verzögerung“ ist „nicht zu erkennen“!

Mitarbeitern der Brandenburger Landesregierung mag wochenlange Verschleppung durch die UDB angesichts ganz anderer Baustellen im Lande nur als eine kurze Zeit erscheinen.

Nun ist es Oktober. Die bis zur Dachdeckung nur mit einer Plastikplane geschützte Sakristei ist Wind und Wetter ausgesetzt. Unter 8° Celsius dürfen dann am Dach wieder keine Maurer- und Putzarbeiten durchgeführt werden…

Zwei volle Sommer ist das gottesdienstliche und kulturelle Leben in unserer Kirche nun schon durch den Denkmalschutz Potsdam-Mittelmark lahmgelegt:

Tag des Offenen Denkmals, Erntedankfest, Orgelrestaurierung, Konzerte, Weihnachtsgottesdienst – all das und das damit verbundene Gemeindeleben und bürgerschaftliche Engagement wird verhindert.  Damit fallen auch die früher reichlich eingegangenen Spendeneinnahmen weg, materieller Ausdruck eines beachtlichen bürgerschaftlichen Engagements für unsere wertvolle Dorfkirche in unserem kleinen Dorf. Das waren in besten Zeiten jährlich immerhin ca. 10.000 €uro im Jahr.

Bisher kein Wort  vom Kultusministerium zur mehrfachen eklatanten Rechtsfehlerhaftigkeit des vorangegangenen Baustopp-Bescheids durch die UDB-Mitarbeiterin Frau Dr. Aehlich und keine, nicht einmal bloß bedauernde Äußerung zur Verhinderung von Gottesdiensten und Andachten durch die faktische Sperrung von Kirche und Sakristei seit nunmehr 524 Tagen.

Das ist eine andauernde, offenbar bewußt in Kauf genommenen Mißachtung von Art. 4,2 GG (Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet“) durch UDB und Landkreis mit Duldung des Kulturministeriums.

 

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